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Über mich

Mein Jakobsweg 2006

Vom Somportpass nach Puente la Reina

Ulrich vor Santa María de Eunate
Vor Santa María de Eunate, September 2006.

Mein Jakobsweg begann im Bett. Im Februar 2005 legte ich mir für 4,95 Euro den Roman „Iacobus“ von Matilde Asensi als Bettlektüre zu. Die Geschichte war spannend, aber noch mehr faszinierten mich die Wege und Orte, die darin beschrieben wurden. In meinem warmen Bette eingemummelt, beschloss ich, diese Wege „irgendwann einmal“ selbst abzugehen.

Nun war ich körperlich eher schwächlich, aber durchaus ausdauernd. Als Kleinkind hatte ich Kinderlähmung bekommen. Beim Schulsport war ich später der, der bei Mannschaftsaufstellungen als Letzter „gewählt“ wurde. Eine gewisse verbissene Zähigkeit hatte ich mir allerdings zugelegt. Die würde ich auf dem Jakobsweg noch brauchen.

Dann kam Petras Krebserkrankung. Acht harte Monate mit Chemo- und Strahlentherapie, voller Angst und Sorge. Ich wollte ihr gegenüber den Fels in der Brandung darstellen – und dabei war sie es, die mir mit ihrer Zuversicht immer wieder heraushalf. Als uns die Ärzte im Juli 2006 sagten, dass es keine Metastasezeichen mehr gebe, war ich erleichtert, froh und glücklich. Und dankbar.

Da kam er wieder, der Gedanke an den Jakobsweg. Diesmal allerdings schon in Richtung „pilgern“. Sozusagen, um meinem Dank eine Ausformung zu geben.

Im September machte ich mich auf den Weg. Vom Somportpass sollte es in sieben Wandertagen bis Puente la Reina gehen. Rechtzeitig zu unserem Hochzeitstag wollte ich wieder bei Petra sein. Was dazwischenlag, waren schöne Landschaften, reichlich Regen, freundliche Begegnungen und ein Tag in Ruesta, an dem ich am liebsten sofort nach Hause gefahren wäre. Aber davon der Reihe nach.

Meine Reise in sieben Wandertagen →